Hreflang

Hreflang ist ein technischer Hinweis, der Suchmaschinen die passende Sprach- oder Länderversion einer Seite zuweist.

Was bedeutet dieser Begriff?

Hreflang ist eine technische Angabe im Quellcode, die Suchmaschinen sagt, für welche Sprache und welches Land eine bestimmte Seitenversion gedacht ist. Betreibt ein Unternehmen seine Website in mehreren Sprachen oder für mehrere Länder, gibt es oft mehrere Fassungen derselben Seite — etwa auf Deutsch für Deutschland, auf Deutsch für Österreich und auf Englisch für internationale Besucher:innen. Der Hreflang-Hinweis verknüpft diese Fassungen miteinander und ordnet jeder ihre Zielgruppe zu. So kann die Suchmaschine der suchenden Person die richtige Version anzeigen: Wer in Österreich sucht, bekommt die österreichische Fassung, wer auf Englisch sucht, die englische. Der Name setzt sich aus den technischen Bezeichnungen für „Verweis" und „Sprache" zusammen.

Wo hat dieser Begriff seinen Ursprung?

Google führte die Hreflang-Angabe 2011 ein, um ein wachsendes Problem international ausgerichteter Websites zu lösen: Ohne klare Zuordnung zeigte die Suchmaschine mitunter die falsche Sprachversion an oder wertete die verschiedenen Fassungen als doppelten Inhalt. Mit der zunehmenden Internationalisierung von Unternehmen und Onlinehandel wurde die korrekte Auszeichnung mehrsprachiger Websites zu einem festen Bestandteil des technischen SEO.

Warum ist dieser Begriff wichtig?

Für Unternehmen, die über Sprach- oder Ländergrenzen hinweg tätig sind, entscheidet Hreflang darüber, ob Menschen die für sie passende Seite erreichen. Wird jemandem in der Schweiz die Version für Deutschland mit falschen Preisen und Versandangaben angezeigt, führt das zu Verwirrung und Absprüngen. Die Funktion von Hreflang ist es, diese Reibung zu vermeiden — jede Zielgruppe landet auf der Fassung, die für sie gemacht ist. Zugleich verhindert die Angabe, dass gleichsprachige Versionen für verschiedene Länder als doppelter Inhalt fehlgedeutet werden.

Vorteile

Hreflang sorgt dafür, dass Besucher:innen die für ihre Sprache und ihr Land passende Seite sehen, was Relevanz und Nutzererlebnis deutlich verbessert. Es verhindert, dass gleichsprachige Länderversionen als doppelter Inhalt gewertet werden, und stärkt so die Sichtbarkeit international ausgerichteter Websites in den jeweiligen Zielmärkten.

Herausforderungen

Die korrekte Umsetzung gilt als eine der fehleranfälligsten Aufgaben im technischen SEO: Alle Sprachversionen müssen wechselseitig aufeinander verweisen, und schon kleine Ungenauigkeiten in den Sprach- und Ländercodes machen die Angabe wirkungslos. Bei vielen Seiten und Sprachen wächst die Komplexität rasch. Und die Angabe ist für Google ein Hinweis, keine Garantie — bei widersprüchlichen Signalen kann die Suchmaschine dennoch anders entscheiden.

Beispiel

Ein Hersteller verkauft in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit jeweils eigenen deutschsprachigen Seiten, die sich in Preisen und Lieferbedingungen unterscheiden. Ohne korrekte Zuordnung zeigt Google Schweizer Suchenden mitunter die deutsche Seite. Mit sauber gesetztem Hreflang bekommt jede Person die Fassung ihres Landes — die Angaben stimmen, die Absprünge sinken, und die drei Versionen konkurrieren nicht mehr gegeneinander.